
Charli kurz vorm Hungertod
Update zu Charli 19.01.26:
Charli – einer der Hunde aus der Rettung von gestern.
Um schnellstmöglich herauszufinden, ob Charli „nur“ vernachlässigt wurde oder ob auch gesundheitlich etwas dahintersteckt, hat sich Betti heute gemeinsam mit ihrem Mann sofort mit ihm auf den Weg zum Tierarzt gemacht.
Die Ergebnisse sind einerseits erleichternd – und gleichzeitig erschütternd. Seine Laborwerte sind gut. Er ist nicht krank. Aber Charli ist völlig entkräftet.
Er hatte über lange Zeit nichts zu fressen und auch nichts zu trinken. Er ist stark dehydriert, schwach und ausgezehrt. Sein alter Körper hat kaum noch Kraft. Das ist kein normaler Zustand. Das ist das Ergebnis von Vernachlässigung. Von Hunger.
Jetzt ist er bei Betti und ihrem Mann im Haus, in Sicherheit. Er bekommt Infusionen, Immunbooster und mehrmals täglich vorsichtig etwas Spezialfutter, damit sein Körper überhaupt wieder zu Kräften kommen kann.
Es zerreißt uns, ihn so zu sehen. Und gleichzeitig hoffen wir mit allem, was wir haben, dass er es schafft.
Dass er spürt, dass jetzt jemand für ihn da ist. Dass er nicht mehr allein ist.
News 18.03.26
Wir sind wütend. Tief erschüttert. Und ehrlich gesagt fehlen uns wieder einmal die Worte.
Was diese beiden Hunde durchmachen mussten, ist nicht in ein paar Tagen passiert. Einer von ihnen ist halb verhungert – abgemagert bis auf die Knochen. Das ist kein „Unfall“, das ist das Ergebnis von langer, bewusster Vernachlässigung. Und der andere? An der Kette gehalten. Eingesperrt in ein Leben ohne Bewegung, ohne Fürsorge, ohne Würde.
Und als wäre das nicht schon schlimm genug, wurde auf diesem Gelände auch noch ein toter Körper gefunden – ein Schwein, das dort einfach verendet ist. Was muss dort passiert sein? Wie kann man so mit Tieren umgehen? Wie kann man Tag für Tag wegsehen und nichts tun?
Nur durch das Eingreifen von Betti und ihrem Mann – gemeinsam mit der Polizei – konnten diese Hunde überhaupt noch aus diesem schrecklichen Ort geholt werden. Jetzt sind sie in Sicherheit, auf dem Lebenshof Bütyök.
Was diese Tiere dort erlebt haben, kann man kaum in Worte fassen. Ein „Zuhause“ war das ganz sicher nicht. Es muss die reinste Hölle gewesen sein – ausgeliefert an Menschen, die jede Verantwortung verloren haben.
Von Herzen: Danke, liebe Betti. Danke, dass du nicht wegschaust. Danke, dass du handelst, wenn andere versagen. Danke, dass du diesen gebrochenen Seelen eine Chance gibst.
Und trotzdem bleibt es kaum auszuhalten: Es ist jedes Mal aufs Neue eine Katastrophe – und es macht uns fassungslos, wozu Menschen fähig sind.