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Manche Geschichten tun so weh

Manche Geschichten tun so weh, dass einem beim Schreiben die Worte fehlen… und Pintyőke ist genau so eine Geschichte.

Aus einem kleinen Dorf erreichte Betti und Zoli ein verzweifelter Hilferuf. Die Besitzerin der alten Hündin musste vor einigen Monaten in ein Pflegeheim ziehen und liess Pintyőke zurück. Eine arme Nachbarin versuchte noch, sie irgendwie mit etwas Futter zu versorgen, obwohl sie selbst kaum genug zum Leben hatte.
Doch mit jedem Tag wurde Pintyőke schwächer.
Sie zog sich immer mehr zurück, lag nur noch zusammengerollt da, still und erschöpft, als hätte sie längst aufgehört zu hoffen.

Und dann kam der nächste Schock. Pintyőke ist trächtig. Diese alte, ausgezehrte Hündin trägt Babys in sich. Über 10 Jahre alt. Geschwächt. Krank.
Und ihr kleiner Körper soll jetzt noch Welpen zur Welt bringen…
Betty und Zoli holten sie sofort ab und brachten sie direkt zum Tierarzt. Doch dort kam keine Erleichterung. Keine guten Nachrichten. Nur noch mehr Angst. Für eine Kastration ist es bereits zu spät.
Doch die Geburt könnte für sie lebensgefährlich werden. Die Milch fliesst schon. Jeder Moment könnte der Beginn der Geburt sein. Und genau das zerreisst gerade alle innerlich.

Die Menschen vor Ort sind völlig verzweifelt. Sie erleben dieses Leid jeden einzelnen Tag direkt vor ihren Augen. Sie sehen die hungernden Hunde, die ausgesetzten Welpen, die alten und kranken Tiere, die niemand mehr will. Sie kämpfen bis zur völligen Erschöpfung, obwohl sie selbst kaum noch Kraft haben.
Betti, Zoli und wir sind inzwischen am Ende unserer Kräfte.
Noch mehr Welpen. Noch mehr Notfälle. Noch mehr Angst. Noch mehr Rechnungen. Noch mehr schlaflose Nächte. Es hört einfach nicht auf. Im Kopf nur noch Sorgen. Im Herzen nur noch Schmerz.
Und diese furchtbare Angst, dass Pintyőke und ihre Babys diesen Kampf vielleicht nicht schaffen.

Und trotzdem liegt Pintyőke jetzt wenigstens nicht mehr alleine irgendwo im Dunkeln. Zum ersten Mal seit langer Zeit ist sie in Sicherheit. Sie muss nicht mehr hungern. Nicht mehr frieren. Nicht mehr vergessen sein.
Sie trägt noch immer den Namen, den ihre frühere Besitzerin ihr gegeben hat: Pintyőke.
Ein kleiner Name für eine alte Hundeseele, die vom Leben so unendlich enttäuscht wurde…

Bitte denkt an sie. Bitte hofft mit uns. Denn im Moment bleibt nur noch Hoffnung.