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Manche Geschichten brechen einem das Herz

Heute sind zwei neue Bewohner in die Villa Wuff eingezogen. Zwei alte Hunde, die vermutlich mehr als zehn Jahre ihres Lebens an einer Kette verbracht haben. Zehn Jahre.
Für uns Menschen ist das eine lange Zeit. Für einen Hund ist es oft ein ganzes Leben. Ein ganzes Leben ohne Freiheit. Ohne Spaziergänge. Ohne Liebe. Ohne Fürsorge. Ohne die Chance, einfach Hund sein zu dürfen.
Als ihr Besitzer vor vielen Jahren verstarb, blieben sie zurück. Und während die Welt sich weiterdrehte, wurden diese beiden Hunde alt – vergessen und sich selbst überlassen.
Sie wurden über all die Jahre notdürftig mit Futter und Wasser versorgt. Mehr aber auch nicht.
Die Spuren dieser Jahre sind unübersehbar.

Der braune Rüde kann kaum laufen. Seine Ohren wurden von Fliegen zerfressen, sein Körper ist von Wunden und kahlen Stellen gezeichnet. Der schwarze Hund kennt kein Vertrauen. Er begegnet Menschen mit Angst und Misstrauen. Und wer könnte es ihm verdenken?
Erst durch eine Meldung aus der Bevölkerung wurde ihr Schicksal entdeckt. Endlich bekamen sie die Chance, diesen Ort zu verlassen. Nun sind sie bei uns.

Wir können ihnen die verlorenen Jahre nicht zurückgeben. Wir können nicht ungeschehen machen, was sie erleben mussten. Aber wir können dafür sorgen, dass die Zeit, die ihnen bleibt, nicht mehr von Ketten, Einsamkeit und Vernachlässigung geprägt ist. Sondern von Wärme. Von Sicherheit. Von Fürsorge.
Und vielleicht, zum ersten Mal in ihrem Leben, auch von Liebe.