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Verkehrte Welt in Tamási: Anett sitzt hinter Gittern!

Keine Sorge – unsere Tierheimleitung hat nichts ausgefressen.

Die Gitter haben momentan tatsächlich einen anderen Zweck: Sie sollen Anett vor ihrer eigenen Rasselbande schützen.
Denn wer Hunde kennt, weiß: Die verstehen unter „Bitte vorsichtig, Frauchen hat ein kaputtes Bein“ ungefähr:
„SUPER! ANETT IST DA!!! ALLE DRAUF!!!“

Und so sitzt unsere liebe Anett derzeit mit komplett eingegipstem und ruhiggestelltem Bein in ihrem kleinen persönlichen Hochsicherheitstrakt, während ihre Schützlinge langsam lernen müssen, dass Liebe ausnahmsweise auch mal mit vier Pfoten auf dem Boden gezeigt werden kann.

So herrlich dieses Foto ist – der Hintergrund ist leider weniger lustig.
Der Laden muss laufen. Die Hunde möchten nämlich weder ihre Mahlzeiten noch ihre Versorgung verschieben, nur weil die Chefin gerade etwas lädiert ist.
Also ist Anett da.
Mit Gips. Mit Schmerzen. Mit Schutzgitter. Und vermutlich mit einer ganzen Horde Hunde, die der Meinung ist, dass persönliche Distanz sowieso völlig überbewertet wird.

Und genau da hört für uns der Spaß auch ein bisschen auf. Denn wir wissen, wie viel Kraft es kostet, unter solchen Umständen jeden Tag dafür zu sorgen, dass es den Hunden an nichts fehlt. Das ist alles andere als selbstverständlich.
Liebe Anett, wir ziehen wirklich den Hut vor dir.

Für deinen Einsatz, deine Hartnäckigkeit und dafür, dass du selbst jetzt alles dafür tust, dass deine Hunde gut versorgt sind.
Wir wünschen dir von Herzen, dass dein Bein ganz schnell und vollständig heilt.

Und an die Bewohner von Tamási ergeht bis dahin eine neue Hausordnung:
Kuscheln: JA.
Küsschen: JA.
Anett lieben: UNBEDINGT.
Anett umrennen: NEIN.
Die Chefin aus ihrem Schutzgehege befreien: AUCH NEIN.

Gute Besserung, liebe Anett!