
FÜNF KLEINE LEBEN – AN EINER BUSHALTESTELLE ZURÜCKGELASSEN
Manchmal würden wir wirklich gerne verstehen, was in manchen Menschen vorgeht. Und manchmal sind wir uns ziemlich sicher, dass wir es lieber gar nicht wissen wollen.
Gestern wurden fünf Welpen an einer Bushaltestelle gefunden. Keine Mutter weit und breit. Kein Mensch, der nach ihnen suchte. Nichts. Alles deutet darauf hin, dass die Kleinen dort schlicht und einfach ausgesetzt und ihrem Schicksal überlassen wurden.
Denn eine Bushaltestelle ist offenbar neuerdings auch eine praktische Abgabestelle für Lebewesen, wenn man keine Verantwortung mehr übernehmen möchte. Anders können wir uns so etwas langsam wirklich nicht mehr erklären.
Die Kleinen waren in keinem guten Zustand. Übersät mit Zecken und Flöhen, ungepflegt und dringend auf Hilfe angewiesen. Während andere einfach weitergehen können, beginnt für die Menschen, die solche Tiere auffangen, die Arbeit erst: versorgen, reinigen, behandeln, Tierarzt, Impfungen – und vor allem versuchen, wieder gutzumachen, was andere angerichtet haben.
Zum Glück hat Betti vom Lebenshof Bütyök nicht weggesehen und die fünf vorerst aufgenommen.
Dort werden sie nun bestmöglich versorgt, erhalten ihre ersten Impfungen und dürfen erst einmal zur Ruhe kommen. Zu einem späteren Zeitpunkt werden sie ins Tierheim Nagyatád wechseln.
Uns fehlen bei solchen Geschichten inzwischen nicht nur die Worte – uns fehlt zunehmend auch das Verständnis. Es sind fünf kleine Lebewesen. Keine Gegenstände, die man irgendwo abstellt, wenn sie gerade nicht mehr ins Leben passen.
Jetzt zählt aber nur noch eines:
Aus diesem beschissenen Start soll für diese fünf kleinen Seelen doch noch ein richtig gutes Leben werden.
Und dafür werden wir gemeinsam alles versuchen.





















